Blaue Nächte

Im Dunkeln aufgewacht mit wütend klopfendem Herzen und sofort begonnen, über die Verhältnisse nachzugrübeln; vermutlich war es ein Albtraum, der mich aus dem Schlaf gerissen hat, vielleicht auch der unterbewusste Hinweis, dass es an der Zeit ist, endlich einer Gewerkschaft beizutreten. Es ist mitten in der Nacht, denke ich, als der Ärgerstrom ganz kurz abreißt, wieso denke ich darüber jetzt nach, ich sollte schlafen, vielleicht mache ich einen Podcast an, vielleicht finde ich doch noch eine ungehörte Folge ZEIT VERBRECHEN, wahrscheinlich werde ich nie wieder einschlafen, den ganzen Tag mit brennenden Augenringen verbringen und nichts schaffen, dabei sollte ich gerade gar nichts schaffen müssen, wieso bin ich eigentlich nicht im Streik? Es scheint relativ hell an den Schlafzimmerjalousien vorbei, wohl schon wieder Vollmond, kein Wunder, dass ich nicht schlafen kann, als ich das letzte Mal geschaut habe, war der Mond ja schon zunehmend. Dass es immer so hell sein muss. Ich hasse Vollmond, zumindest wenn ich schlafen will.

Als ich mein Handy auf dem Nachttisch ertastet habe, stelle ich fest: Es ist 7:20 Uhr. Nur noch knapp 50 Minuten bis zum Sonnenaufgang, wahrscheinlich nur die blaue Stunde, die mich geweckt hat, also alles in Ordnung. Diffus wütend bleibe ich trotzdem den ganzen Tag.

(Nur noch 16 Tage bis Hund!)

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